Was soll bloß aus mir werden?

Jul 1, 2019 | SPI News

Schülerinnen und Schüler wissen das oft nicht so genau, wenn sie ihre schulische Ausbildung hinter sich haben. Woher auch? Haben doch die meisten in der Schulzeit wenig Einblicke in die Berufswelt bekommen. Zwar sind seit den 90er Jahren bundesweit Berufspraktika verpflichtend. Allerdings werden Schüler wenig motiviert, sich einen für sie passenden Praktikumsplatz zu suchen. Oft landen sie dann „bei Onkel Werner in der Werkstatt“, um die Zeit abzusitzen. Obwohl sie ihre vorgeschriebenen Praktika erfüllt haben, sind sie am Ende ihrer Schulzeit weiterhin völlig ahnungslos, was sie als nächstes bewältigen wollen.

Das geht auch ganz anders. Bereits zum vierten Mal fanden am 25. und 26. Juni 2019 in Ahrensburg die Ausbildungs-Schnuppertage statt. Partner und Förderer der Veranstaltung sind die SelmaLagerlöf-Gemeinschaftsschule, die Agentur für Arbeit, die Barmer, die Sparkasse Holstein und viele weitere. Das Angebot war Teil einer Projektwoche. Die teilnehmenden Schülerinnen und Schüler entschieden sich dabei freiwillig dafür, den Kennenlerntag zu nutzen. 32 Unternehmen aus Ahrensburg luden interessierte Jugendliche ein, Einblicke in die verschiedenen Ausbildungsberufe zu nehmen.

Auch SPI GmbH gab den Schülern die Möglichkeit, in verschiedene IT-Berufe hineinzuschnuppern. Betreut wurden die Gäste vom Auszubildenden Fabian Otto, der sich ordentlich ins Zeug legte, den Gästen das Unternehmen vorstellte und auch erste Schritte der Programmierung vermittelte. Für die Beteiligten war dieses Angebot eine tolle Chance. Die Schüler begeistert: „Dabei von jemandem begleitet zu werden, der nicht viel älter als man selbst ist, macht es leichter, Fragen zu stellen“, erklärte ein Teilnehmer. Ein anderer: „Hier so ganz offen alles mal zu sehen und selbst auszuprobieren, das war schon sehr hilfreich. Ich werde auf jeden Fall dranbleiben. Die bieten ja auch noch mehr an, zum Beispiel diesen Hacker-Kurs…“  

„Solche tollen Projekte, die auch von Wirtschaftsunternehmen unterstützt werden, sind leider mit sehr viel organisatorischen Aufwand verbunden und daher noch selten zu finden“, sagt Jeanette Rouvel, Geschäftsführerin des IT-Unternehmens. „Umso wichtiger, dass sich ortsansässige Unternehmen in solchen Projekte beteiligen und sich die Zeit nehmen, Jugendlichen Einblicke in die verschiedene Berufe zu geben. Ich bin stolz auf unsere Mitarbeiter, die sich in solchen Zusammenhängen auch immer wieder mit Herz und Seele einbringen. Frühzeitiger Dialog mit den Kolleginnen und Kollegen von Morgen kann im Rahmen der Nachwuchsförderung nicht hoch genug aufgehängt werden.“