Prozesskette Blech

Der Trick mit dem Knick

Modernste Tools sorgen für kreative Lösungen bei Matyssek Metalltechnik

Matyssek Metalltechnik GmbH

Am Dienstag kam der Anruf: Eine befreundete Firma hatte aufgrund eines Kapazitätsengpasses angefragt, ob Matyssek kurzfristig für die Fer­ti­gung einiger Gehäuse für ein Prüfsystem in die Bresche springen könnte. Kurz nach seiner Zusage erhält Firmenchef Dirk Matyssek per Kurier ein Mustergehäuse. Bereits am Mittwoch um 16 Uhr ist das 3D Modell mit allen notwendigen Ferti­gungsinformationen im CAD-System erfasst und schon am Freitagmittag können 15 fertige Gehäuse ausgeliefert werden. Ge­­schäfts­­führer Matyssek ist überzeugt: „Das wäre ohne mein CAD-System nicht möglich gewesen.“

Zielgerichtete, prozessorientierte Organisation spielt in mittelständischen Unternehmen die wichtigste Rolle für den wirtschaftlichen Erfolg. Durch Einsatz neuer Technologie können Qualität und Zuverlässigkeit der Produkte erhöht, Liefertermine gehalten und Kosten in Entwicklung und Fertigung gespart werden. Dabei ist die Auswahl des richtigen CAD-Systems entscheidend. Matyssek Metalltechnik aus Stadtoldendorf setzt neben modernster Fertigungstechnik auf Solidworks und SPI SheetMetalWorks.

 

Kunst am Bau: Stahlbaum und Solidworks Baugruppe (Montage)

Das mittelständische Unternehmen mit Sitz im Weser­bergland blickt auf über 70 Jahre Firmengeschichte zurück und definiert sich heute als Blech verarbeitender Zulieferbetrieb. Mit modernsten Anlagen fertigt Matyssek Metalltechnik ein breites Spektrum an Zulieferteilen aus Stahl-, Edelstahl- und Aluminiumblech: Biegeprofile, Maschinenverkleidungen, Gehäuse, Schaltschränke und Schallschutzhauben. Bei Bedarf übernehmen die Blech­profis aus dem Weserbergland auch die Ent­wick­lung, Konstruktion und Dokumentation der Einzelteile und Baugruppen. Fertigungsschwerpunkte liegen in der Produktion von Industriegehäusen und Maschinen­verkleidungen sowie in der Teilefertigung für Industrie­kunden aus dem Maschinen- und Apparatebau, dem Fahrzeugbau, aus der Elektroindustrie und der Labor­gerätetechnik. Dabei wird dem Kunden eine komplette Lösung inklusive Entwicklung, Konstruktion, Endmontage, Lagerung und Logistik geliefert. Mit ihren gut 40 Mitarbeitern darf die GmbH sich zu den modernsten Betrieben der Branche rechnen. Die Basis des Erfolges bilden das Know-how der Mitarbeiter verbunden mit regelmäßigen Investitionen in die neueste Technologie.

Im Zuge der Konzentration auf die Blechverarbeitung wuchs auch der Maschinenpark. Als einer von wenigen Lohnfertigern in Deutschland setzt Matyssek ein hochflexibles CNC-Biegezentrum „Multibend Center 79.26“ von RAS ein (siehe Gallery). Diese Anlage produziert Teile in ungeahnter Geschwindigkeit. So entsteht z. B. ein Riemenschutz mit 24 Biegungen in weniger als 3 Minuten.

„Teil unseres Know-hows ist, dass Mitarbeiter gemeinsam nach Lösungen suchen. So können wir Teile fertigen, die andere nicht ohne weiteres bieten. Immer häufiger kommt dabei unser flexibles Biegezentrum ins Spiel, das recht kreativ eingesetzt werden kann“, sagt Dirk Matyssek.

Rationelle Fertigung setzt kreative Kräfte frei

Durch den Einsatz der neuen Biege­anlage sind Fach­kräfte frei geworden, die neue Auf­gaben übernehmen können. Was lag näher, als Mitar­beitern, die wie sonst niemand die Besonderheiten der Fertigung kennen, ein leistungsstarkes CAD-System zur Verfügung zu stellen. Nach Aussage des Firmenchefs ist die 3D-Konstruktion die einzig realistische Methode. Vor allem beim Zusam­menbau zeigten sich mit 2D Ansätzen für den Fachmann schnell Grenzen. Probleme entstanden bei der Fehlerfreiheit und Pass­genauigkeit einer Konstruktion. Matyssek fährt bereits in der AV eine CAD-gestütze Biegesimulation für bestim­mte Bauteile. Sämtliche Biegewerkzeuge und Biegesitu­ationen sind im Rechner erfasst und können für Biege­studien verwendet werden. Der Konstrukteur kann seine Konstruktion der Fertigungstechnik entsprechend optimieren. 

Zunächst gab es niemanden, der mir meine Faltecken fehlerfrei konstruieren konnte. Den Trick des scharfkantigen Konstruierens, den SPI erfunden hat, kannte ich nicht. Die Entscheidung für SPI fiel dann sehr schnell, weil mein Problem erstmals einwandfrei gelöst wurde, – in rasender Geschwindigkeit mit einer nachbearbeitungsfreien Abwicklung.

Dirk Matyssek

Geschäftsführer, Matyssek Metallechnik GmbH

 

Nachbearbeitungsfreie Abwicklung

1997 machte sich die Geschäftsleitung auf die Suche nach einem geeigneten CAD System. Dirk Matyssek hat dazu verschiedenen Anbietern „Problemteile“ zur Konstruktion vorgelegt. Zunächst fand er niemanden, der in der Lage war, so genannte Faltecken zu konstruieren. Dirk Matyssek: „Den Trick des scharfkantigen Konstruierens, den SPI erfunden hat, kannte ich nicht. Die Entscheidung für SPI fiel dann sehr schnell, weil mein Problem erstmals einwandfrei gelöst wurde, – in rasender Geschwindigkeit mit einer nachbearbeitungsfreien Abwicklung.“

Die Matyssek GmbH setzt auf Solidworks mit der Zusatzapplikation SPI SheetMetalWorks: In wenigen Sekunden berechnet die Software die Abwicklung und erstellt automatisch eine NC-gerechte Platine. Zusam­men mit Solidworks führt SPI SheetMetalWorks zu einer produktiven Gesamtlösung speziell für die Blechkon­struktion. Es lassen sich sowohl Grundbleche als auch Profile durch Ansetzen von Laschen als komplexe Blechkörper aufbauen. SPI bietet eine vom Anwender frei konfigurierbare Materialverwaltung. Das „Anheften“ von Material­daten an importierte Modelle ist möglich. Der Import erfolgt mit automatischer Erkennung der Blechdicke. Es be­steht auch die Möglichkeit, bereits verrundete Laschen anzusetzen. Das von SPI entwickelte „virtuelle Schlitzen“ und „virtuelle Verrunden“ unterstützt diese Methode. Die Abwicklung wird in jedem Fall korrekt berechnet und dargestellt, optional mit oberer und unterer Abwicklung, Biegezonen und Biegelinien. Linientypen sowie deren Farben und Layer lassen sich für NC-Programme anpassen. Das u. U. fertigungsrelevante Vereinigen von Biegelinien ist möglich.

Mitge­lie­ferte Konturen der Freistellungswerkzeuge sind vom Anwender erweiterbar. Eine automatische Eckausbildung zwischen Laschen und die Möglichkeit, bestimmte Freiformflächen abzuwickeln sind realisiert. Normalerweise müssen Modelle in dem Bereich, in dem Laschen aneinander stoßen, mit Rundungsbereichen konstruiert werden. Der Clou der SPI Software: hier ist es dem Konstrukteur freigestellt, Modelle sowohl „gerundet“ als auch „scharfkantig“, das heißt ohne Frei­stel­lungen, zu konstruieren. Dies kann in vielen Fällen den Designprozess erheblich verkürzen und gab bei Matyssek schließlich den Ausschlag für die Kaufentscheidung.

 

Intelligente Konstruktion spart Arbeitsschritte

Während des Konstruktionsprozesses hält Konstrukteur Samse immer wieder Rücksprache mit den Kollegen in der Fertigung. Hier entstandene Ideen zu alternativen Fertigungsmöglichkeiten werden dem Kunden häufig via Internet zur Entscheidung vorgelegt. Durch die Integration von Konstruktionsprozess und Fertigungstechnik erreicht Matyssek für den Abnehmer eine Verbesserung der Qualität des Produktes und erzielt zudem sehr attraktive Stückpreise. Dirk Matysseks Ziel bleibt es, neue Produkte gemeinsam mit dem Kunden zu entwickeln und zu optimieren. Ein weiteres Beispiel da­für ist das bei Matyssek konstruierte Lärm­schutz­gehäuse für 19″-Technik (Abbildung oben). Erst durch das Zusam­men­spiel modern­ster Fertigungsanlagen und leistungsfähiger IT kann der Anspruch, den der Blech­verarbeiter an sich stellt, erfüllt werden. Und das, so der Geschäfts­führer, sicher nicht ohne sein modernes CAD-System.

Das Fazit

Was war die Herausforderung?

Die Spezialisierung und die Investition in den modernen Maschinenpark erforderen konsequenterweise die Einführung einer absoluten Hochleistungssoftware.

Was haben Sie gewonnen?

Die Entscheidung für SPI fiel sehr schnell, weil mein Problem erstmals einwandfrei gelöst wurde, in rasender Geschwindigkeit mit einer nachbearbeitungsfreien Abwicklung.

Auf den Punkt: Ein großer Vorteil?

Ich kann Modelle sowohl „gerundet“ als auch „scharfkantig“, das heißt ohne Frei­stel­lungen, konstruieren. Dies kann in vielen Fällen den Designprozess erheblich verkürzen. Das öffnet Potentiale für Kreativität.

Was geben Sie unseren Kunden mit?

Erst durch das Zusam­men­spiel modern­ster Fertigungsanlagen und leistungsfähiger IT kann unser hoch angesetzter Maßstab erfüllt werden. Wir erreichen eine Verbesserung der Qualität unserer Produkte und können unseren Kunden zugleich günstigere Preise bieten.

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