Prozesskette Blech

Die Ästhetik der Hülle

SPI unterstützt Ronge Profil bei der Konstruktion von Blechfreiformflächen im Fassadenbau.

Ronge Profil GmbH

Geschäftlich genutzte und öffentliche Gebäude glänzen mit aufwändigen Blechfassaden, – auch private Wohnhäuser, deren Außenschalen aber einfacher gestaltet sind und eher Standard-Anforderungen an den Fassadenbauer stellen. Prinzipiell kann jede Fläche mit Fassaden verkleidet werden. Die wichtigsten Vorteile der Blechfassaden sind Wärme- und Kälteschutz, Lärm- und Brandschutz, lange Haltbarkeit, sowie – zunehmend – eine moderne Optik, die ästhetische Komponente. Wie man als Fassadenbauer diese Ansprüche heute in den Griff bekommt, zeigt die Firma Ronge Profil GmbH aus Alfeld bei Hannover.

Kunst am Bau: Stahlbaum und Solidworks Baugruppe (Montage)

Bei öffentlichen Gebäuden spielt der letztgenannte Aspekt eine immer größere Rolle: Die zeitgemäße Fassade ist mehr als eine Wand. Sie schützt nicht nur, sie ist architektonisches Gestaltungs­element und repräsentatives Erscheinungsbild. Damit wird die Fassade zur Visitenkarte eines Gebäudes. Gerade bei Neubauten, die in der Wahrnehmung eines breiten Publikums stehen, zum Beispiel Sportarenen, Bahnhöfen, Flug­hafenterminals, stellen Architekten immer höhere Anforderungen an die Optik.

Unabhängig von dieser Entwicklung zählt die Ronge Profil GmbH seit über 40 Jahren zu den führenden Herstellern für vorgehängte Fassaden und Fassadensystemen aus Metall im deutschsprachigen Raum. Die Ergebnisse können sich sehen lassen. Zu den Vorzeigeprojekten der Fassadenbauer gehören u. a. das Hamburg Cruise Center, die Berliner U-Bahn-Station am Brandenburger Tor, der VW Campus in Wolfsburg sowie das Bil­dungszentrum in Kassel.

Praxis, Know-how und die jahrzehntelange Erfahrung der Mitarbeiter betrachtet die Geschäftsleitung als „wichtigste Ressourcen“ des Unternehmens. Dabei besteht heute realistischer Weise mehr denn je der Anspruch, „durch Einsatz modernster Produktions-Technik die Vorteile automatisierter Prozesse und vernetzter Wert­schöpf­ungsketten zu nutzen.“ Mit modernsten Maschinen können bei Ronge Kantteile bis 6 m bearbeitet werden. Im Rahmen der Fer­tigung kommen unter anderem Maschinen von Trumpf (TruPunch 3000, TruMatic 6000) und EHT (VarioPresss 170-230) zum Einsatz: Beste Voraussetzungen. Vor kurzem hat Ronge auch im Bereich 3D Software nachgerüstet.

Herausforderung Freiformflächenkonstruktion

Anfang 2016 erhielt Ronge Profil eine Anfrage für die Verkleidung eines Flughafen-Neubaus in Asien. Die vom Kunden eigereichten Vorstellungen im Zusammenhang mit der Fassade stellten selbst das erfahrene Team bei Ronge vor eine große Herausforderung.

Es zeichnete sich ab, dass wir eine neue CAD-Software benötigten, um solche Freiformbleche abwickeln zu können. Bei diesem Projekt tickte die Uhr. Um den Auftrag zu bekommen, sollten wir 12 Musterbleche herstellen. Zu diesem Zeitpunkt hatten wir aber kaum Erfahrungen mit derartigen Anforderungen.

Alen Ljuhar

Leiter des Technischen Büros, Ronge Profil GmbH

Dann hatte der Experte eine Idee: „Da wir weder die 3D CAD Software noch die Kenntnisse hatten, trafen wir mit unserem späteren 3D CAD-Lieferanten eine Vereinbarung: Die Abwicklungen wurden mit dessen Unterstützung erstellt. Würden wir dann den Auftrag aus Asien erhalten, sollte das CAD System Solidworks im Anschluss sofort angeschafft werden.“

Der Plan ging auf. Ronge bekam den Zuschlag und die Anschaffung der Software erfolgte auf dem Fuße.

In laufenden Projekten stiegen die Ansprüche an abzuwickelnde Freiformflächen. Da stieß sogar Solidworks an seine Grenzen. So kam Ronge Profil in Kontakt mit der Blechabwicklungssoftware der SPI GmbH aus Ahrensburg. „Entscheidend für uns war, dass SPI auch auf der Basis von SolidWorks läuft,“ erinnert sich Alen Ljuhar. Für 3D Konstruktionen und für die Blechabwicklungen setzt man seit 2016 auf Solidworks mit SPI SheetMetalWorks und auf das SPI WICAM Interface.

„Ein wichtiger Vorteil der SPI Lösung liegt darin, dass wir ohne Freistellungen und Verrundungen quasi ‚eckig‘ konstruieren können und die SPI Software dann auf Basis der Materialdatenbank gewissermaßen selbständig die Kantradien einbringt. Wir können nahezu alle Bauteile und sogar unsere Freiformflächen abwickeln. Das war mit den vormals eingesetzten Lösungen schlicht nicht machbar.“

SPI erzeugt mit der Abwicklung die benötigten Prozessdaten. Die Schachtelung und Programmierung der Stanzen läuft mit Unterstützung von WICAM Lösungen auf Basis der erzeugten Daten über das von SPI gelieferte WICAM Interface. „Die direkte Zeiteinsparung ist für uns in solchen Projekten nicht messbar“, fasst Konstruktionsleiter Ljuhar zusammen. „Es geht um die grundsätzliche Möglichkeit. Ohne SPI könnten wir gewisse Bauteile nicht abwickeln und somit auch gar nicht herstellen. Der Einsatz dieser Lösung ist für uns von daher heute unverzichtbar geworden.“

 

Weitergedacht

Bei Ronge Profil denkt man weiter: Ein großes Neubau-Projekt im Alfelder Gewerbegebiet Limmer-West direkt an der B 3 ist seit Juni 2018 in Angriff genommen. Auf einer Fläche von 30.000 Quadratmetern entstehen eine rund 7.000 Quadratmeter große Produktionshalle sowie etwa 1.200 Quadratmeter modernste Büro- und Verwaltungsräumlichkeiten. Der Umzug ist zum Jahresende  2018 geplant. Außerdem investiert Ronge Profil in den Ausbau des Maschinenparks. Eine Stanz-Laser-Kombi, eine 5 Meter Schwenkbiege und eine 2×6 Meter Plattenfräse mit einer integrierten automatischen Gewindebolzen-Schweißanlage sind geordert. „Wir haben damit für die Umsetzung unseres Anspruchs, höchste Qualität sowie Perfektion in ‚Funktion und Form‘ zu liefern, erneut einen bedeutenden Schritt in die Zukunft unternommen.“

Das Fazit

Was war die Herausforderung?

Um den Auftrag zu bekommen, sollten wir 12 Musterbleche herstellen. Zu diesem Zeitpunkt hatten wir aber kaum Erfahrungen mit derartigen Anforderungen.

Was haben Sie gewonnen?

Wir können nahezu alle Bauteile und sogar unsere Freiformflächen abwickeln. Das war mit den vormals eingesetzten Lösungen schlicht nicht machbar.

Auf den Punkt: Ein großer Vorteil?

Entscheidend für uns war, dass SPI auch auf der Basis von SolidWorks läuft.

Was geben Sie unseren Kunden mit?

Ohne SPI könnten wir gewisse Bauteile nicht abwickeln und somit auch gar nicht herstellen. Der Einsatz dieser Lösung ist für uns von daher heute unverzichtbar geworden.

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