Prozesskette Blech

Präzision in Blech

Blechspezialist aus Söhrewald hat mit SPI die Produktionszeiten seiner High-End-Blechteile halbiert

Alfred Schneider GmbH & Co. KG

Man glaubt eigentlich nicht, in einer Fertigungs­halle zu stehen. Deutlich ist zu spüren, worauf es hier vor allem ankommt: Präzision. Und das er­wartet der Kunde auch, wenn er sich für Lösungen von Schneider entscheidet. In den letzten 60 Jahren hat sich der 30-Mann-Betrieb aus Söhrewald einen Namen im Brandschutz gemacht. Die strategische Ausrichtung der GmbH, mit klarer Tendenz zur Auftragsfertigung, führte zur Anschaffung leistungsstarker Maschinen und leistungsstarker Software. Schneider entschied sich dabei auch für SolidWorks mit SPI SheetMetalWorks.

Als Blechbearbeiter, unter anderem für Brandschutz­technik, muss die Alfred Schneider GmbH & Co. KG höchste Anforde­rungen an Qualität erfüllen. Die Kunden erhalten alle den Normen entsprechenden, aber auch zahlreiche individuelle Varianten für die Sicherheit im Brandschutz. Mit solchen Lösungen ist Schneider ganz vorne dabei: Unter anderen sechs der WM-Stadien, die Messe Köln und das Sony Center in Berlin sind mit Brandschutzanlagen des hessischen Familienunternehmens bestückt. Vorausschauen, Weiter­denken – das sind die Stärken der Geschäftsleitung, die den Fami­li­en­betrieb nun in der dritten Generation führt. „Es gelingt uns, trotz der ra­san­ten technischen Entwicklungen auf Markt­bedin­gun­gen immer wieder schnell zu reagieren“, erläutert Burkhard Heß, der Technische Geschäftsführer der Schneider GmbH & Co. KG. Den gestiegenen Kundenanforderungen entsprechend, auf Basis eines hohen Fertigungsstandards Lösungen bieten zu können, das erklärt den festen Platz, den die Firma sich über die Jahre national und international erobert und verteidigt hat. Stete Investitionen ermöglichen es dem Söhrewalder Unterneh­men heute, vielfältige Blechbe­ar­beitungs­lö­sungen bereitzustellen.

 

Kunst am Bau: Stahlbaum und Solidworks Baugruppe (Montage)

2003 entschied man sich, den entscheidenden Schritt nach vorn zu gehen und die vorhandenen Maschinen durch eine einheitliche Fertigungslinie zu ersetzen. „Das war fällig“, erklärt die Kaufmännische Geschäftsführerin Corina Flashar, „weil wir mit unseren Produkten weiter im Markt bleiben wollten und darüber hinaus international wettbewerbsfähig“. Ein hochmodernes Stanz- und Biegezentrum dominiert nun die Fertigungshalle. Tafeln bis 2,80 m x 1,52 m können hier gefahren werden.

Brand­schutz­schränke gibt es in vielen Varianten. Rund 60.000 Schränke produzieren die Söhrewalder jährlich, darunter ca. 5.000 verschiedene. Machbar, dank modernen Maschinen und dank moderner Software.

Die High-End Fertigungslinie wäre vielleicht eine Nummer zu groß, hätten die Söhrewalder nicht zeitgleich in neue, intelligente Konstruktions­software investiert.

„Dank der modernen Fertigungslinie und der entsprechenden Konstruk­tions­software sind wir in der Lage, unsere Blechteile sehr effizient abzuwickeln, zu schachteln, zu stanzen, zu kanten“, schwärmt Burkhard Heß, „und das – wirtschaftlich – auch in sehr kleinen Losgrößen.“

Intelligente Konstruktionssoftware

Auf einer Messe in Hannover kam es zum ersten Kontakt zwischen SPI GmbH und dem Leiter der Blechbearbeitung Reinhard Budde, der zugleich für die Produktionsplanung und -steuerung verantwortlich ist. Nach einer überzeugenden Präsentation beschlossen die Söhrewalder Blechprofis sich dem CAD-System in einem „Schnupperkurs“ zu nähern. Das Konzept ging auf. Heute setzt Schneider zwei Lizenzen der Software in der Konstruktion ein und löst damit die vormals vorhandene 2D CAD Software ab.  

Dank der modernen Fertigungslinie und der entsprechenden Konstruk­tions­software sind wir in der Lage, unsere Blechteile sehr effizient abzuwickeln, zu schachteln, zu stanzen, zu kanten. Wir holen jetzt Aufträge zurück, die uns ehemalige Wettbewerber streitig gemacht hatten.

Burkhard Heß

Technischer Geschäftsführer, Schneider GmbH & Co. KG

 

Produktionszeit halbiert

„Wir wollten auf 3D aufsteigen und haben uns verschiedene Systeme angeschaut“, erläutert Reinhard Budde . Es gab zahlreiche Argumente dafür. Eines der wichtigsten ist sicher das Volumenmodell. Nicht nur, dass eigentlich nur dieses Modell das Produkt unmissverständlich beschreibt, die Konstruktion enthält ja viel mehr als nur die Ansichten. Zum Beispiel auch Infor­mationen über Material, über dessen Festigkeit…“ Schließlich kann sich Schneider keine Passungs- und Toleranz­probleme leisten, die mit einem 2D System quasi vorprogrammiert waren. Die Tatsache, dass statt drei Teilen, die in Folgearbeitsprozessen zusammengebracht werden mussten, nun aus einem Teil produziert wird, spart Maschi­nenbelegungszeit und eine ganze Reihe Arbeits­schritte.

Mit importierten Daten arbeiten

Da der Söhrewalder Blechprofi zunehmen als Auftrags­fertiger und Zulieferer auf den Plan tritt, war für Schneider vor allem auch entscheidend, verschiedenen importierten Modellen (zum Beispiel im DWG-, SAT-, IGES-Format) die Materialeigenschaften zuweisen zu können. Denn solche importierten Daten weisen bisweilen Ungenauigkeiten auf. SPI SheetMetalWorks kompensiert dies durch verschiedene Toleranz­optionen, die sich unter anderem auf die Blechdicke, die Parallelität von Ober- und Unterseite und die Winkel, unter denen angrenzende Flächen aufeinander stoßen, beziehen.

„Wir konnten die Produktionszeit halbieren“, erklärt Reinhard Budde stolz. Ent­spre­chend sanken die Herstellungskosten.

Software liefert fertigungsgerechte NC-Daten

Die für die Prozess­kette relevanten Daten (Maschinen, Material und Blechdicken) werden in der SPI Material­verwaltung geführt. Mit der Auswahl des Materials legt sich der Konstrukteur jedoch nicht fest: Selbstver­ständlich können dem Bauteil nachträglich auch andere Materialien zugewiesen werden. Die Berechnung der Verkürzung erfolgt nach DIN, Formel oder Tabelle. Verkürzungswerte können an Werks­normen angepasst werden, falls die Berechnung der Abwicklung nicht über den DIN-k-Faktor erfolgen soll, und können pro Biegung unterschiedlich definiert sein.

Innerhalb von nur zwei Jahren ist der Firma Schneider die Wandlung vom traditionellen Handwerksbetrieb zu einem industriell operierenden Unternehmen gelungen. Die Anschaffung leistungsfähiger Konstruk­tionssoftware macht es nun möglich, komplexere Konstruktionen zu bewältigen und die Durchlaufzeit in der Konstruktion und Arbeits­vorbereitung zu verringern. Die Anschaffung einer kombinierten Stanz-Biegelinie, erlaubt es, schnell und wirtschaftlich kleine bis mittlere Losgrößen zu produzieren. Präzision – die Maxime. Die Voraussetzungen dafür in unserer Zeit zu schaffen, ist nun gelungen: „Wir holen jetzt Aufträge zurück, die uns ehemalige Wettbewerber streitig gemacht hatten“, resümiert Burkhard Heß. „Wir sichern 30 Arbeitsplätze in der Region und hängen unsere Mitstreiter in Osteuropa und Fernost wieder ab.“ In­dustrieunternehmen aus den verschiedensten Branchen profitieren davon: Zu den Kunden Schneiders gehören heute auch die ganz Großen wie Airbus, Mercedes-Benz, Opel und VW.

Das Fazit

Was war die Herausforderung?

Wir wollen mit unseren Produkten weiter im Markt bleiben und darüber hinaus international wettbewerbsfähig sein.

Was haben Sie gewonnen?

Wir konten die Produktionszeit halbieren. Vormals aus mehren Teilen konstruierte Baugruppen entwerfen wir nun ganz anders. Zum Beispiel statt drei Teile nur ein intelligen gebogenes Teil.

Auf den Punkt: Ein großer Vorteil?

Durch andere Techniken in Konstruktion und Fertigung sparen wir Maschinenbelegungszeiten und verschiedene vormals notwendige Fertigungsschritte ein.

Was geben Sie unseren Kunden mit?

Wir holen jetzt Aufträge zurück, die uns ehemalige Wettbewerber streitig gemacht hatten. Wir sichern Arbeitsplätze in der Region und hängen unsere Mitstreiter in Osteuropa und Fernost wieder ab.

Bericht als PDF

Die ganze Story mit allen Abbildungen hier als PDF downloaden.

Unsere Produkte

Wir helfen Ihnen bei der Digitalisierung Ihrer Blechprozesskette.

w

Unser Angebot

Sie wollen das selbst mal ausprobieren? Kontaktieren Sie uns!

Mehr davon...

Weitere Referenzen und die Geschichten dazu finden Sie hier.

Sitemap

Impressum

Datenschutz

AGB

Kontakt

sheetmetal@spi.de
+49 (0)4102 70 60

Adresse

SPI GmbH
Kurt-Fischer-Straße 30a
22926 Ahrensburg

Support

support@spi.de
+49 4102 706 345

Mo. – Do. 8:30 bis 16:30 h
Freitag 8:00 – 14:00 h.

© 1980-2020, SPI Systemberatung Programmierung Industrieelektronik GmbH

Alle Rechte vorbehalten

Abonnieren Sie unseren Newsletter

Abonnieren Sie unseren Newsletter

Tragen Sie sich in die Mailing-Liste ein, um die neuesten Nachrichten und Updates zu erhalten.

Vielen Dank! Wir haben Ihnen eine E-Mail mit einem Aktivierungslink geschickt.