Prozesskette Blech

Riesenwaschkraft

Was Wäsche, Waschmaschinen und die „Wendel des Archimedes“ verbindet…

Jensen - Senking GmbH

Die Berechnung sehr komplexer Blechzuschnitte, flexible parametrische Konstruktion, leichte Bedienbarkeit und Integration in bereits eingesetzte Applikationen waren die entscheidenden Kriterien für die Auswahl einer geeigneten Softwarelösung für das Senkingwerk in Hildesheim. Für die speziellen Anforderungen des Marktführers für Wäschereianlagen gab es nur eine Lösung. Jensen Senking hat nach Umwegen die richtige Blechsoftware im Einsatz.

Die Firma ist spezialisiert auf die Entwicklung, Lieferung und Installation von Komplettanlagen für gewerbliche Wäschereibetriebe mit den Schwerpunkten Waschanlagen, Entwässerungspressen, Zentrifugen und Trockner. Die SENKING GmbH wurde 1863 von Anton Senking in Hildesheim gegründet. Der Unternehmensbereich „Waschkompetenz“ entwickelte sich schließlich zum Hauptgeschäftsfeld, SENKING wurde Marktführer. Seit 1998 ist SENKING Mitglied der JENSEN-GRUPPE. Das 1937 in Rønne auf Bornholm gegründete Unternehmen JENSEN entwickelte sich in den 90er Jahren zum weltweit führenden Anbieter im Bereich der gewerblichen Wäscherei-Industrie. Zu den Kunden gehören kommerzielle und industrielle Wäschereien, Kranken­häuser und Hotels. Viele Tausend Waschanlagen, Pressen und Trockner sind in allen Teilen der Welt im Einsatz. 2002 wurde die Produktion vom ehemaligen Senkingwerk in Hildesheim in das benachbarte Harsum verlegt.

Kunst am Bau: Stahlbaum und Solidworks Baugruppe (Montage)

Ein zentrales Produkt der JENSEN-SENKING GMBH ist die Takt-Waschanlage UNIVERSAL, bei deren Entwicklung neben der Effizienz des Waschergebnisses auch Umweltaspekte, wie möglichst niedriger Wasserverbrauch und Wärme­rückgewinnung, berücksichtigt wurden. Dr.-Ing. Eckehard Reinwald, Leiter der Konstruktion und Entwick­lung bei SENKING, erklärt die Produkt­philosophie: „Die Wasch­anlage ist als Standard­ausführung mit verschiedenen Optionen, für verschiedene Wasch­­mengen bis 4000 kg/h und mit bis zu 20 Kammern lieferbar. Diese Maschinen sind fast 2,5 m breit und 3,2 m hoch und haben bis zu 18 m Länge. JENSEN-SENKING liefert pro Jahr ca. 70 Takt-Waschanlagen aus, davon ca. 90% Standardmaschinen und 10% Unikate“.

 

JENSEN-SENKING liefert nicht nur die beschriebenen Komponenten, sondern, wie Dr.-Ing. Reinwald betont:  

„… in erster Linie und am liebsten Komplettsysteme, also Waschmaschinen, Trockner, Lager-, Sortier- und Transportsysteme. Natürlich kann es manchmal vorkommen, dass wir beim Kunden bereits Komponenten anderer Lieferanten vorfinden. Dann gehört es zu unserer Leistung, diese Komponenten und unsere Produkte miteinander zu verbinden. Wir liefern dann zusätzlich sozusagen die physikalischen Schnittstellen wie z. B. Rutschen um den reibungslosen Transport der Wäsche von einer zur anderen Maschine zu gewährleisten.“

Am liebsten liefern wir Komplettsysteme

Die komplexen Baugruppen die im Zusammenhang mit den Maschinen konstruiert werden, kann man sich ohne Einsatz von 3D kaum vorstellen. Erst diese erlaubt das passgenaue Positionieren der verschiedenen Elemente. „Wir konstruieren hier seit über 10 Jahren in 3D“, berichtet Dipl.-Ing. Stefan Wege, Gruppenleiter in der Konstruktion bei JENSEN-SENKING. „Anfangs haben wir in der 3D Konstruktion CATIA eingesetzt. Zu diesem Zeitpunkt haben wir die Abwicklungen aus den Konstruktionen noch „zu Fuß“ abgeleitet. Seit 2002 arbeiten wir mit Autodesk Software und setzen heute (2005) an 20 Arbeitsplätzen AutoCAD und davon an 11 Arbeitsplätzen die 3D Software von Autodesk ein. Drei Arbeitsplätze sind mit SPI Blech Software ausgerüstet.“  

Wir müssen die Position und Anord­nung der Maschinen zueinander berücksichtigen. Dabei kommt es dann schon zu recht komplizierten, verkrümmten und sich verjüngenden Ver­bin­dungs­ele­menten. Solche Auf­gabe­stellungen können wir sinnvoll eigentlich nur mit der jetzt eingesetzten SPI-Software bewältigen, die dafür u.a. die sehr hilfreiche Lofting-Funktionen bereitstellt.

Stefan Wege

Gruppenleiter in der Konstruktion, Jensen-Senking GmbH

 

Lösungsfindung auf Umwegen

Während einige der in die Maschinen eingebauten Komponenten als Zulieferteile zugekauft werden, entstehen komplexe Blechteile wie die erwähnten Rutschen in der Konstruktions- und Entwicklungsabteilung und werden direkt vor Ort gefertigt. „Gerade in Situationen, in denen wir unsere Komponenten in bestehende Anlagen integrieren, können wir für die Konstruktionen der Rutschen oft keine Standardteile verwenden“, erklärt Dipl.-Ing. Stefan Wege. Die Entscheidung für eine softwaregestützte Ableitung der Blechabwicklungen aus dem 3D Modell war sinnvoll. Die Abwicklung eines Blechteiles ließe sich für einzelne Biegungen zwar berechnen. Für mehrere aufeinander folgende Biegungen, deren Biegezonen auch beliebig schief im Raum liegen können, erforderte die Berechnung jedoch einen hohen zeitlichen Aufwand, ganz davon abgesehen, dass eine Berechnung dann ungenau sein konnte. Die bei solchen komplexen Konstruktionen entstehenden Kosten wollte man bei JENSEN-SENKING einsparen. Das vormals eingesetzte CAD-Basis-System reichte für die gestellten Aufgaben nicht aus.

„Die zunehmende Komplexität der Konstruktionen ließ eine manuelle Berechnung der Abwick­lung nicht mehr sinnvoll erscheinen“, bestätig Stefan Wege. „Wir wussten, dass verschiedenen Systeme verfügbar sind, die uns diese Aufgaben abnehmen könnten und waren also auf der Suche nach einer unseren Anforderungen genügenden Blechlösung.“

Nach der Anschaffung der ersten Blechapplikation eines anderen Anbieters stellte sich heraus, dass jene Lösung den speziellen Aufgaben auch nicht genügte. Konstrukteur Niels Taube fasst zusammen: „Bestimmte Abwick­lungen waren gar nicht zu berechnen. Bereits bei der Konstruktion bekamen wir Probleme. Wenn wir Baugruppen konstruierten, verwendete die Software für die mit der Blechfunktionalität konstruierten Teile andere Parameter als das Basissystem. Das heißt, wenn wir in einer Baugruppe die Parameter für Basiskonstruktionen und parametrische Blechkomponenten gemeinsam ändern wollten, weigerte sich das Programm. Es funktionierte schlicht nicht.“ Gruppenleiter Wege ergänzt: „Im Konstruk­tionsablauf muss eine uneingeschränkte Modifikation möglich sein. Aber das Verändern, Verschieben und Löschen von einzelnen Formelementen in einem Bauteil war z.B. oft einfach nicht möglich. Bei Änderungen mussten wir dann im Prinzip ganz von vorne anfangen.“

 

Zeitersparnis von 50% – 90%

Mit der Software von SPI hatte man die Lösung gefunden, die der besonderen Problemstellung gewachsen ist. Eine Einarbeitung in die Funktionalität der Zusatzapplikation ging zügig vonstatten. Konstrukteur Taube ist begeistert: „Vor allem im Bereich der Ableitung von Ein­zel­teil­zeichnungen aus der Bau­gruppe erhalte ich enorme Zeitge­winne.“ Und Stefan Wege konkretisiert:

„Bei der abschließenden Erstellung der Ein­zelteilzeichnungen haben wir bereits nach einem halben Jahr eine Zeit­ersparnis von 80 bis 90% gegenüber dem vorherigem Auf­wand. Insgesamt ergibt sich durch die Kon­struktion im 3D-Volu­men­mo­dell mit Blechkon­struktion eine Zeitersparnis von ca. 50%.“

Abwickeln von Freiformflächen

Mit SPI können speziell bei Über­gangs­stücken auftretende komplexe Freiform­flächen abgewickelt werden, für JENSEN-SENKING eine entscheidende Funktionalität. Um die Freiformabwicklung zu steuern, gibt es verschiedene Optionen. Die Anzahl der Facetten des Abwicklungsnetzes kann angegeben werden. Andere Optionen steuern, welche Genauigkeit bei den Netzgeraden in Bezug auf die Fläche eingehalten werden soll. Ein weiterer Parameter steuert die Toleranz, mit der Biege­zonenkanten als „gerade“ erkannt werden. Die Software liefert Informationen, wie die Parameter zu wählen sind, damit gegebenenfalls trotzdem abgewickelt werden kann.

„Die durchgängige Parametrik ist für uns entscheidend,“ erläutert Stefan Wege. „Unser Ziel ist es, die Verbindungselemente, wie die Rutschen, aus Standardkonstruktionen eben nur durch Modifikation der Parameter abzuleiten. Dazu müssen wir zunächst die Parameter sauber definieren. Sobald dies geleistet ist, wird die Konstruktion von für den speziellen Bedarf benötigten Varianten ein Leichtes.“ Das Erzeugen eines parametrischen, gelofteten Übergangsstücks ist mit SPI denkbar einfach: Der Befehl verbindet zwei geschlossene Profile durch einen linearen Loft, führt automatisch den Shell-Befehl aus und heftet Materialdaten an. Der Anwender kann interaktiv die Parameter variieren und gewisse Stufen testen, ohne rechenintensive Operationen in Gang zu setzen. Sobald der Abwicklungsbefehl gesetzt wird, erscheint im CAD-System innerhalb weniger Sekunden der Zuschnitt für die Blechplatine als 2D-Kontur. Die Ableitung der verschiedenen Ansichten übernimmt das Programm auf Befehl automatisch. Niels Taube: „Wenn das Modell stimmt, passt die Abwicklung zu 100%.“ Seit dem Einsatz der ergänzenden Blechapplikation wird bei JENSEN-SENKING produktiver konstruiert als zuvor. Der zeitliche Aufwand für die Erstellung von neuen Modellen wurde erheblich herabgesetzt. Komplizierte Übergänge können mit Hilfe der Software endlich fertigungsgerecht im CAD-System konstruiert werden. Bei Modifikationen entstehender Aufwand ist vor allem durch die Parametrik auf ein Minimum reduziert. Schnelle und flexible Anpassungen an bestimmte Einbau- und Verbindungssituationen sind nun möglich.

 

Dieser Artikel entstand am damaligen SENKING Standort Hildesheim. Die organisatorische Struktur des Konzerns hat sich seither verändert. Der Mutterkonzern, die JENSEN-GROUP ist heute in fünf weltweiten Geschäftsregionen organisiert. In der Region DACH existieren vier Niederlassungen: Pattensen, Harsum (D), Wien (A) und Burgdorf (CH).

 

Das Fazit

Was war die Herausforderung?

Wir wollen mit unseren Produkten weiter im Markt bleiben und darüber hinaus international wettbewerbsfähig sein.

Was haben Sie gewonnen?

… bereits nach einem halben Jahr eine Zeit­ersparnis von 80 bis 90% gegenüber dem vorherigem Auf­wand. Der zeitliche Aufwand für die Erstellung von neuen Modellen wurde erheblich herabgesetzt. Komplizierte Übergänge können mit Hilfe der Software endlich fertigungsgerecht im CAD-System konstruiert werden. Bei Modifikationen entstehender Aufwand ist vor allem durch die Parametrik auf ein Minimum reduziert. 

Auf den Punkt: Ein großer Vorteil?

Das Erzeugen eines parametrischen, gelofteten Übergangsstücks ist mit SPI denkbar einfach: Der Befehl verbindet zwei geschlossene Profile durch einen linearen Loft, führt automatisch den Shell-Befehl aus und heftet Materialdaten an. Der Anwender kann interaktiv die Parameter variieren und gewisse Stufen testen, ohne rechenintensive Operationen in Gang zu setzen. Sobald der Abwicklungsbefehl gesetzt wird, erscheint im CAD-System innerhalb weniger Sekunden der Zuschnitt für die Blechplatine als 2D-Kontur. Die Ableitung der verschiedenen Ansichten übernimmt das Programm auf Befehl automatisch.

Was geben Sie unseren Kunden mit?

Das vormals eingesetzte CAD-Basis-System reichte für die gestellten Aufgaben nicht aus. Mit der Software von SPI haben wir die Lösung gefunden, die der besonderen Problemstellung gewachsen ist. 

Bericht als PDF

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