Prozesskette Blech

Winter-Reise mit Hochgeschwindigkeit

Hersteller von Schienenfahrzeugkomponenten kombiniert hochwertige CNC-Technik mit Software von SPI.

 

WGM GmbH
Als der 1794 in Dessau geborenen Dichter Wilhelm Müller den Text für Franz Schuberts bekannten Liederzyklus Winterreise verfasste, konnten Dichter und Komponist mit Sicherheit nicht ahnen, dass sich gut 200 Jahre später in unmittelbarer Nachbarschaft, in Coswig, die Winter GmbH mit der Produktion von Komponenten am schnellsten Reisezug der Deutschen Bahn beteiligen sollte.

Bereits 1996 begann mit Erwerb der notwendigen Zertifizierungen die strategische Ausrichtung des Unternehmens als Partner für die Schienenfahrzeugtechnik.

Zu den Kunden der Winter GmbH gehören daher u.a. namhafte Unternehmen wie Stadler Pankow, Siemens Mobility, Liebherr-Transportation Systems, Driescher Bahnstromtechnik, technotrans SE und das Unternehmen Pintsch, ein Hersteller für sicherheitsrelevante Produkte für die Bahninfrastruktur. Durch entsprechende Aufträge ist und war das mehrfach zertifizierte Unternehmen Winter an zahlreichen großen Bahnprojekten beteiligt. Darunter auch am Intercity Express ICE 3 (Bild oben), der mit einer zugelassenen Höchstgeschwindigkeit von 330 km/h noch immer der schnellste Reisezug der Deutschen Bahn ist. Weitere Zertifizierungen und Zulassungen bilden heute die Grundlage für die Fertigung von hochwertigen Komponenten für den Ein- und Anbau an Schienenfahrzeugen.

Erfolgreiche Projekte der WGM GmbH betreffen neben dem erwähnten ICE 3 die britische West Coast Main Line, eine Hochgeschwindigkeitsstrecke von London nach Glasgow, die von Bombardier Transportation gelieferten TALENT-Triebzüge, die in der Schweiz gebauten FLIRT-Schienenfahrzeuge, Projekte für die Klimatechnik in Zügen sowie den Bau von Komponenten für Doppelstockwagen der Deutschen Bahn, wie sie allerorten im Regionalverkehr mit hoher Fahrgastdichte eingesetzt werden.

Ansehnlicher Maschinenpark

Die technische Grundlage für diese Leistungen ist ein ansehnlicher Maschinenpark mit mehreren CNC-Maschinen für das Laserschneiden (Trumpf Trumatic L 3050 und TruLaser 3030), CNC-Stanzen (Trumatic 500 R) sowie NC- und CNC-Abkanten (TruBend 5130, 5085 und 5170). Diese Ausstattung wird ergänzt durch Anlagen für moderne Schweißtechnik, CNC-Vierwalzenbiegetechnik, Profiliertechnik, Bördeltechnik, Bolzeneinpresstechnik und weitere Anwendungen für die moderne Blech- und Gehäusefertigung.

Mit hochmotivierten Mitarbeitern, mit strategischen Partnern, mit Qualifizierungen und Zertifizierungen in allen für uns relevanten Bereichen, mit innovativer technischer Ausstattung und leistungsfähigen CAD-Systemen ist das Unternehmen für heute und für die Zukunft bestens aufgestellt.

Eberhard Winter Junior

Geschäftsführer

Software zielt auf Maschinentechnologie

„Neben der erstklassigen technischen Ausstattung des Betriebes und der Erweiterung unserer Produktion sind auch die Arbeit mit flexibler Konstruktionssoftware wie Solidworks und der SPI Blechsoftware Stützpfeiler unseres Erfolges“, erklärt Dipl.-Ing. (FH) Ralf Lange, der unter anderem für die korrekte Aufbereitung der Daten zur Ansteuerung der CNC-Maschinen verantwortlich ist.

Entscheidend für die Anschaffung der Blechsoftware war die parallel erworbene SPI Trumpf-Schnittstelle. Die auf die genutzte Maschinentechnologie zielende Lösung ermöglicht es, schon im konstruktiven Zusammenhang die Parameter zu verwenden, die in der Fertigung tatsächlich zum Einsatz kommen.

„Seit 2012 verlassen wir uns auf das Blechabwicklungsprogramm Sheet­Metal­Works von SPI aus Ahrensburg, das wir damals als Ergänzung für unser CAD-System Solidworks angeschafft haben“ berichtet der Ingenieur. „Damit sind wir einen wichtigen Schritt Richtung Digitalisierung der Prozesse gegangen. Wir hatten zuvor die Daten aus dem CAD System als (2D) DXF-Datei ausgelesen. Im nächsten Schritt wurden dann noch relativ mühsam die Abwicklung berechnet und daraus die Maschinenprogramme für das Lasern und Umformen entwickelt. In vielen Fällen mussten wir Freistellungen und Fertigungsradien nacharbeiten. Ein zeitaufwendiges und fehleranfälliges Vorgehen, das nun Geschichte ist.“

Im Zusammenhang mit der Konstruktion eines Gehäuses für die Firma technotrans SE konnte die WGM GmbH auf ein mittlerweile eingespieltes Prozedere setzen. „Unser Kunde sendet uns seine Konstruktionsdaten, die wir hier einlesen und mit Hilfe des SPI Programms unmittelbar die fertigungsgerechten Abwicklungen ableiten“, erläutert Dipl.-Ing. (FH) Lange.

Abbildung 1: Gehäuse für technotrans SE – eine der Abwicklungen aus der Baugruppe

Abbildung 2: Gehäuse für technotrans SE – Baugruppe in der CAD Ansicht

Abbildung 3: Auch diese Gehäuse wurden von WGM GmbH gefertigt

„Die so erzeugten Daten, die uns quasi auf Knopfdruck verfügbar sind, übernehmen wir über die SPI Trumpf Schnittstelle in unsere CAM-Bearbeitung, und leiten daraus die Dateien für das Lasern, evtl. Stanzen und die entsprechende Verschachtelung ab. Diese Daten gehen dann nahtlos in die Fertigung.“

Kühlsysteme für nachhaltige E-Mobilität

Bei der Baugruppe handelt es sich um eine neue Standardgehäusevariante für den Kunden technotrans SE, der sich in einem Segment auf Systeme für die „Batteriekühlung in mobilen Anwendungen“ spezialisiert hat. Energiespeichersysteme sind immer häufiger integraler Bestandteil von Schienenfahrzeugen und zugleich eine Schlüsseltechnologie für nachhaltige Mobilität. Die Funktion und Lebensdauer der hierbei eingesetzten Lithium-Ionen- Batterien wird durch die Betriebstemperatur beeinflusst. Ladevorgänge von Batterien erzeugen bei der Energieumwandlung Verlustwärme, die Einfluss auf die Leistungsfähigkeit solcher Systeme hat. Entscheidend für die Langlebigkeit von Batteriesystemen ist daher eine effiziente Kühlung, die eine optimale Betriebstemperatur sicherstellt. Um eine möglichst problemfreie Wärmeableitung zu ermöglichen, werden Batterie- und Kühlsysteme oft auf den Dächern von Schienenfahrzeugen untergebracht. Sowohl Hybrid- oder Elektronutzfahrzeuge als auch elektrische Straßenbahnen oder Züge können mit den Batteriekühlungen von technotrans SE ausgestattet werden.

„Durch einen maschinen- und werkzeugbezogenen Ansatz in der Konstruktion wird die Abwicklung von Anfang an mit den Biegeradien berechnet, die sich dann tatsächlich aus dem Kanten ergeben,“ erklärt Ingenieur Lange. „Dabei werden auch die Eckfreistellungen den realen Biegeradien angepasst und die Art der Freistellung abhängig von der zum Einsatz kommenden Maschine berücksichtigt. Das SheetMetalWorks von SPI liefert uns so fertigungsgerechte Abwicklungen, mit denen wir unsere NC Programme für die Maschinensteuerung ohne Nachbearbeitung füttern können. Gemessen an der Zeitersparnis, die wir seitdem haben, könnte man fast sagen, wir liefern unsere Daten jetzt mit Hochgeschwindigkeit.“

Eberhard Winter senior fasst zusammen „Die Entscheidung für die SPI Software haben wir nie bereut. Unsere Abläufe haben wir mit Unterstützung der Software absolut im Griff. Die Zuverlässigkeit des Lieferanten und dessen professionelle Begleitung durch den Support und im Zusammenhang mit Anwenderschulungen zur Software lässt keine Wünsche offen.“

 

Dieser Artikel erschien auch in der Zeitschrift BLECH

Das Fazit

Was war die Herausforderung?

Wir hatten zuvor die Daten aus dem CAD System als (2D) DXF-Datei ausgelesen. Im nächsten Schritt mühsam die Abwicklung berechnet und daraus die Maschinenprogramme entwickelt.

Was haben Sie gewonnen?

Das SheetMetalWorks von SPI liefert uns fertigungsgerechte Abwicklungen, mit denen wir unsere NC Programme für die Maschinensteuerung ohne Nachbearbeitung füttern können.

Auf den Punkt: Ein großer Vorteil?

Durch den maschinen- und werkzeugbezogenen Ansatz in der Konstruktion wird die Abwicklung von Anfang an mit den Biegeradien berechnet, die sich tatsächlich aus dem Kanten ergeben.

Was geben Sie unseren Kunden mit?

Die Entscheidung für die SPI Software haben wir nie bereut. Unsere Abläufe haben wir mit Unterstützung der Software absolut im Griff. Die Zuverlässigkeit des Lieferanten und dessen professionelle Begleitung durch den Support und im Zusammenhang mit Anwenderschulungen zur Software lässt keine Wünsche offen.

Bericht als PDF

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